Haus Nr. 55_a in der Vorstadt angemerkt: Geb. (40) Nr. 55Die Haus- Nummern (40) u. 55, nach der Urkarte v. 1830 – 1912 geltend. Adresse heute: Brackwanger Straße (22) - heute aus 2 Wohneinheiten bestehend.

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Vorab: Die Beschreibung der Geschichte des hier bearbeiteten Hausanwesen Nr. 55 in der Vorstadt, wurde - betreffs besserer Übersicht, in zwei HTM- Objektteilen,  den Bäcker-Teil mit Übergang - Hausobjekt 55_a  und den Werner-Teil - Hausobjekt 55_b dargestellt.

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Objektteil Haus 55_a. 

Weit zurückgeblättert: eine Bäckerei in der Vorstadt - im Haus 55.

Neben dem Wägnersbeck am Aufgang zum Schlossberg - Bäckereibetrieb v. ~ 1793 b. 1855, wurde hier im Haus 55 in der Vorstadt spätestens seit 1769 über mehrere Generationen hinweg das Bäckerhandwerk ausgeübt. Dabei erscheint hier in der Vorstadt als *erster Bäcker, ein Bäcker

namens "Klingenmaier". Von diesem Bäcker „Klingenmaier“ -  von diesem Haus Nr. 55 weg, nahm später die Bäckerei Klingenmaier auf dem Kirchberg ihren Anfang. -- *Hier könnte jetzt aber einge-wendet werden: Der jungen Bäcker Josef Klingenmaier aus Rodamsdörfle heiratet 1769 hier in
"Andresa" - Hs. Nr. 55 ---------
diesem beschriebenen Haus die Rosina Abb, Tochter des Anton Abb u. der Maria, geb. Schürle v. Hchl. Es kann deshalb auch angenom-men werden, dass schon dieser Anton Abb, oder gar schon dessen Vater Friedrich Abb hier eine Bäckerei betrieben haben.
(wenn die Bezeichng. „Bäckerei“ überhaupt richtig u. erlaubt ist) -- Ein weiteres großes ? Die Bäckergeschichte k
önnte - zeitlich noch weiter zurückgeblättert- auch vom Nachbarhaus, Hs. 54 ausgegangen sein. Siehe dort die explizit genannten "Bäckernamen". War hier das Haus 55 vielleicht einmals Teil des dort. Anwesen?
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Das Haus (40) 55 in der Vorstadt - nach dem Steuer- u. Güterbuch von 1760.
Im Steuer- u. Güterbuch von 1760
werden erstmals konkret Hausanwesen und ihre Bewohner im Ort beschrieben. Dabei erscheinen Daten über das hier erwähnte Anwesen Haus Nr. 55 zeitlich relativ spät. Sie deuten dabei auf eine kleine Bauernsölde für einen Handwerker - hier event. auf eine Bäckerei, hin.
Als Besitzer
für das Haus Nr. 55 wird im Steuer - u. Güterbuch v. 1760 genannt:
Johann Klingenmaiers Witwe - 1833 dann Johann Klingenmaier, deren Sohn, besitzen eine Fall- jetzt Erb - Söld, darein gehört:

1 Behausung - Nr. 55, veranschlagt mit ............................................... 40 fl. (Gulden)
1/4 Tagwerk Garten beim Haus für .................................. 5 fl.
1 1/2 Tagwerk Wiesen an 2 Stücken für ..............................................15 fl.
1/2 Jauchert Acker im Westerfeld - kommt später hinzu (o. Details)
das Fahrnis ist mit 5 fl. veranschlagt mit...........................5 fl.
o/o der Abgaben - sind zu versteuern ................................................. 65 fl.

Weitere Einträge: 1812 verwandelt (dh. in ein freies Lehen) - weiterer Kaufbuchvermerk: versetzt (d.h. Anwesen ist vepfändet)

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Gebäudebeschreibung nach d. Gebäudekataster v. 1827 - 1907
1827:
Ein  einstockig. Wohnhaus mit 1 Scheuerlein u. Bäckerei-feuerstatt ---- 1873: Wohnhaus m. Scheuer u. Hofraum -- 1907: Wohn - u. Ökonomiegebäude v. Stein mit Ziegeldach, Hofraite, 1 Wasch- u. Backhaus ganz v. Stein mit Ziegeldach. Gelasse: 1 Stall, 1 Tenne,1 Backofen, 1 Waschkessel.
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Detaillierte Bewohnerchronik – Bewohnerfolgen  nach den Bucheinträgen.

~ 1747 – 1769: Anton Abb, geb. a. 25. Aug. 1716, oo 1747 die Maria Schürle von Hchl. Anton Abb ist der Sohn des Friedrich Abb u. der Anna Vogt von Iggingen - (intern: welche sehr wahrscheinlich ebenfalls schon auf diesem Haus waren) ---

Namenwechsel.

1769 - 1803: Josef Klingenmaier, Bürger und Beck, *1743 in Rodamsdörfle, oo 1769 in Hchl. Rosina Abb, Tochter des Anton u. d. Maria Abb. Deren Sohn:

1803 - 1832: Johann Klingenmaier, Bäcker, oo 1803 die Katharina Stadelmaier. Aus der Ehe kommen 6 Kinder, u.a. Johann und Vitus. Vitus lernt ebenfalls das Bäckerhandwerk und erwirbt um 1832 das Haus Nr. (54) 67 auf dem Kirchbühl - s. dort. Zurück z. Hs. 55 hier: Im Juli 1832 übergibt Katharina Klingenmaier, Witwe des Johann Klingenmaier, 60 J. alt, an ihren Sohn Johann Klingenmaier, 28 J. alt, mit Einschluss des Leibgedings und ca. 3 3/4 Mrg. Garten, Acker und Wiesen, dazu 4 Stck. Vieh, 1 einschläfige, aufgerichtete Bettstatt, 2 Hauen, 1 Schaufel, 1 Dunggabel u.a. für einen Betrag von 990 fl. (Gulden) Die Verkäuferin und ihre ledigen Kinder erhalten das unentgeltliche Wohnungsrecht u. den Augeding. Der Käufer hat eine neue Wohnung auf seine Kosten herstellen zu lassen. Der Übernehmer hat nachstehendes Schuldkapital zu übernehmen. (ist hier nicht genannt).

1832 - 1854: Johann Klingenmaier, Bürger und Beck, * 1804, + 1860, oo 1832 Krescentia Kuhn, und 1845 i. II. Ehe Rosina Seibold. Im Dez. 1854 im Dez. verkauft die Gantmasse des Johann Klingenmaier, Bäcker v. hier, an die Oberamtsleihkasse Aalen ein 1 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach und 1 Backofen dazu 4/8 Mrg. Land in 3 Stck. für 350 fl. Auf dem Haus lastet ein Wohnrecht als Reallast. -- 1856 verkauft die O/ Leihkasse Aalen das 1 stock. Wohnhaus in der Vorstadt an Josef Wöller vom Haus Nr. 50 ("Karles) als Wohnung für seine Kinder.
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1856 - 1881: Josef Wöllers Kinder, vom Haus Nr. 55. Im Febr.1881 vertauschen die 3 Geschwister: Katharina (verh. Barth), Rosalia und der minderjähr. Josef Wöller ihr Wohnrecht im Haus 55 gegen ein Wohnrecht im Haus Nr. 50 des Anton Wöller.

1881 im Januar, verkauft Anton Wöller, Bauer, an Joseph Maier, Taglöhner jung, das Haus Nr. 55: ein 1 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach i. d. Vorstadt, zusammen für die Summe von 2.400 Mark. Dabei sind ca. 16 Ar Gemüse - Baum und Grasgarten an 2 Stck.

1881 im Febr. vertauscht Josef Maier, Taglöhner, mit dem Maurer Melchior Werner hier sein Haus Nr. 55, nebst ca. 16 Ar Garten beim Haus, gegen dessen Haus Nr. 105 auf dem Gänsbühl, mit ~ 2 1/2 Ar Garten und ca. 8 3/4 ar Acker im Gänsfeld. Melchior Werner zahlt dem Josef Maier ein Aufgeld von 695 Mark. Kaufvermerk hierzu: Maier hat das Haus 55 vom Pfandrecht frei zu machen. --- Ebenfalls im Febr. 1881 tauschen Andreas Werner, der Vater d. Melchior, und dessen To. Josepha Werner ihr Wohnungsrecht auf dem Haus 105 gegen ein solches im Haus 55 des Melchior Werner.

Fast 150 Jahre lang, bis zum heutigen Tage im Jahr 2026, soll nun der Name Werner im erworbenen Areal vertreten sein. Zur näheren „Werner Geschichte“ soll dann der zum Anfang genannte Objektteil Haus 55_b führen.

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Vorher aber noch ein kurzer Blick in die näheren Familien -– Legenden - Zeichen- Legenden: * = geboren, + = gestorben, oo = heiratet

Abb Legenden.

Friedrich ABB, geb. um 1680, oo a. 15.09.1711 die Anna Vogt von Iggingen. Aus d. Ehe kommen 10 Kinder, u. a. Anton, * 1716.

Anton Abb, geb. a. 25.8.1716, oo a. 9.2.1747 die Maria Schürle von Hchl. Aus dieser Ehe kommen 8 Kinder. Das erste Kind Rosa, * 1748, heiratet 1869 a. d. Haus 55 den Bäcker Josef Klingenmaier aus Rodamsdörfle.

Klingenmaier  Legenden

Josef Klingenmaier, Bürger und Beck, geb. 9.4.1743 in Rodamsdörfle, + 18.12.1823, oo am 26.9.1769 Rosina Abb in Heuchlingen, Tochter des Anton Abb. * 9.3.1748, + 24.12.1807. Aus d. E. kommen 9 Kinder, u.a. Johann, * 1774:

Johann Martin Klingenmaier, Bäcker, geb. 11.11.1774, + 15.6.1824, oo a. 4.7.1803 d. Katharina Stadelmaier, * 1774, + 1838. Aus der Ehe kommen 6 Kinder, u.a. Johann, * 1804 und Vitus, geb. 1809. Vitus, ebenfalls Bäcker, heiratet auf das Haus 66/67 auf dem Kirchbühl und gründet dort eine eigene Bäckerei, während der erstgeborene Sohn Johann hier auf dem Haus 55 bleibt.

Johann Klingenmaier, Bürger und Beck, geb. a. 22.3.1804, + 28.7.1860, oo 16.10.1832 Krescentia Kuhn, *23.4.1809 + 28.4.1845. II. Ehe am 28.10.1845 mit Rosina Seibold, 26.11.1821, + a. 14.4.1877. Aus d. Ehen kommen 9 und 6 Kinder. 1 Tochter und 2 Söhne, wandern nach Amerika (Chicago) aus. 1854 fällt die Bäckerei in Gant. Die Gantmasse wird sodann verkauft.

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Wöller Legenden: Auf die näheren Wöller-Familiendaten soll hier in dieser Objektarbeit nicht eingegangen werden - nähere Daten finden sich in den Hausobjekten Hs. 50 und 42.

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Im Gebäudekataster v. 1827 erwähnt:  1827: Ein ein-stockiges Wohnhaus mit 1 Scheuerlein und Bäckerei-feuerstatt
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Das Haus am Fußweg zum „Leinsteg“ - wie hier gezeigt, diente zuletzt als Wohnhaus der Fam. Georg Werner

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