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Festgemacht nach Daten aus Sal- u.
Steuerbüchern versch. Jahrhundert - histor. Kartenmaterial aus der
Landesvermessung u. Bewohnerdaten a. d. Pfarrarchiv. |
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Heuchlingen, seine Anfänge – die bekannten
Anfänge. Im 12. / 13. Jh. erhalten die Herren von Rechberg vom
Staufischen Kaiser für diverse Dienst-leitungen en Ort Heuchlingen
und Umgebung zum Lehen. 1236
wird Heuchlingen erstmals urkundlich erwähnt. 1590 geht das Rechbergsche
Lehen Heuchlingen an die Fürstpröpstlich
- Ellwängische – Herrschaft. 1806
nach der Säkularisation
kommt Hchl. in die Obhut des Königreichs Württemberg. um 1820 werden die
Fronarbeit-Pflichten aufgehoben um 1840 konnten die
Bauern und and. Lehensnehmer ihre Lehen, dh. ihre Hausanwesen und dem dazu gehörenden Grund und
Boden, als ihr Eigentum erwerben - allodifizieren.
Der jeweilige Lehensnehmer konnte hierbei sein bewirtschaftetes Lehen
käuflich erwerben - musste dabei jedoch den errechneten Lehenswert in einem
Zeitraum von etwa 20 Jahren zurückbezahlen. Viele der nun freien Bauern (groß
u. klein) haben sich dabei hoch verschuldet, viele mussten Teile ihrer
Anwesen - Acker, Wiesen- verkaufen. (Wobei der eine oder andere neue
Hofbesitzer sein Anwesen dabei auch vergrößern konnte). |
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Blicke
weiter zurück - in die Vergangenheit. Wie denn nun könnte Heuchlingen in
seinen Anfängen - und noch lange Zeit
danach - wohl ausgesehen haben? -- Man weiß es nicht, es liegt zu weit
zurück - aber, es gibt Vorstellungen über die nähere Vergangenheit. Altbürgermeister Hans
Hopfensitz hat sich hierüber Gedanken gemacht.
Hier seine Vorstellung,
wie Hchl. vor 500 oder gar 600 Jahren ausgesehen haben könnte. Er notiert: "Um 1600 wird eine "gemeine Gasse"
genannt, die man sich als Längsachse (intern: besser als Querachse) durch
das Dorf vorstellen muss – (intern: es sind eigentlich 3 Achse) Einmal die erwähnte
Längsachse - besser Querachse - v.
Remstal kommend über die Alte Mögglinger Straße, die Lein querend, weiter, hoch auf
die Frickenhofer Höhe zu den verschiedenen
kleineren u. größeren herrschaftlichen Besitzungen mit den Orten Schechingen,
Hohenstadt, Frickenhofen, Gaidorf
u. a. Dann eine zweite wichtige Achse, eine Stichachse vom
Ortskern weg über die Keffergasse zu den Gmünder Klosterlehen in Holzleuten,
von hier weiter über die Hochstrass, einmal nach
Aalen, und einmal nach Dewangen, Hüttlingen und
weiter Richtung Ellwangen. Und eine dritte Stichachse, wiederum weg v. Ortskern, durch die
Vorstadt, einmal über den
Brackwang hinunter in das Remstal und eine mit dem Abzweig über den
Mäderhof nach Iggingen, weiter auf die Mutlanger
- Alfdorfer Höhe, Leineck
u. a.) An diesen Achsen nun siedelten sich die Bauerngüter: Höfe, Lehner, kleinere Selden und Häusleranwesen,
daneben eine Schmiede, eine Mühle, eine Schenkstatt, eine Badstube, ein
Schultheißenhaus und ein (oder
2) Hirtenhaus, Wohnstätten für Krämer – Schmalzträger u.a. Warenträger -
Boten - Feldschützen – Nachtwächter, Mesner usw. Um die Häuser und Scheunen reihten
sich Schorgarten, Gras-und Baumgärten. Diese sind durch
Einfriedungen von der übrigen Flur getrennt und vor der Beweidung geschützt. Die kleineren
Selden, Häusler u. Hirtenhäuser, befanden sich auf dem Gänsbühl, in der Vorstadt, und entlang der Hirtengasse. Ähnlich bebaut wird der Kirchberg gewesen sein. (Die
Kirche wurde um 1492, das Pfarrhaus um 1590 und eine Schule um 1623 erbaut.) Eher wenig bebaut dagegen der obere Schlossberg,
denn zum oberen Schlossberg heißt es: Der südliche
Schlossflügel, welcher dem Einsturz nahe war, wurde 1786 an den Zimmermeister
Michael Holl f. 250 fl. zur Errichtung einer Erb-Sölde verkauft und danach abgebrochen. Das Mauerwerk
wurde zum Bau der umliegenden Häuser verwendet – heißt es. Über die Lein gelangte man über eine Furt. Der Fuhrwerk - und
sonstige. Lastenverkehr über die Lein war jedoch oft
und über größere Zeiträume nicht möglich. Erst 1680 wurde die erste
Holzbrücke über die Lein gebaut - die nicht selten
bei größeren Hochwasser öfters zerstört wurde. (möglicherweise waren auch hier schon Vorgängerbrücken von Holz
vorhanden) |
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Woher weiß man und wie erfährt man wie eine
Dorfsiedlung vor vielen hundert Jahren ausgesehen haben könnte und wie sie
strukturiert war? -- Einige der möglichen Quelle hierbei
sind: Lagerbücher, Steuerbücher, Katastereinträge, Kirchenbücher, Urbarien, Heiligen - Rechnungen und andere, die Auskunft geben können. Das Lagerbuch, ein
Fachbegriff aus dem Archivwesens- ist ein handschriftliches Verzeichnis von diversen Besitzungen und der damit verbundenen Einkünfte, welche zu einer
bestimmten Herrschaft oder einer Verwaltungseinheit (Amt) gehörten. Sie kamen
im 15. Jahrhundert auf und sind die Nachfolger der bis dahin üblichen Urbare, Salbücher
und Zinsrodel. Lagerbücher wurden bis ins 18.
Jahrhundert hinein angelegt. Über diese vor genannten
Quellen nun finden sich
aussagekräftige Bestände in den verschiedenen Archiven. In unserem Falle sind es Datenbestände,
entnommen a. d. Staatsarchiv Ludwigsburg. Hier in diesem Falle sind es Daten aus
den Sal- u. Steuerbüchern 1542 – 1630 / 1634 und 1760. Sodann Daten über die Auswertung
historischer Ablichtungen aus Beständen der Landesvermessung - für Hchl. um
1840 durchgeführt. Hier wird im Besonderen versucht
die Anzahl der Häuser und Wohneinheiten zu den Eckjahren 1800 – 1900 – 1950
festzumachen. Weitere, nähere Besonderheiten, hier
die Einwohnerzahlen für die 1808(10) – 1850 und 1870, konnten aus
Kirchenbüchern ausgelesen werden, die Zahlen für das Jahr 1936 aus einer Gd. Akte. . Die Ergebnisse der Auswertung
dieser vor genannten Quellen sollen hier in separaten Themenblöcken dargelegt
werden. Weiter finden sich -in dem hierfür angelegten Datenpool- interessante und detaillierte Ausarbeitungen der genannten Sal - u. Steuerbücher, sowie Auswertung der Ablichtungen aus der Landesvermessung u. a. mehr. |